Kicad Workshop Videos

Ich wurde schon des öfteren von Leute gefragt womit ich denn meine Platinen-Layouts erstelle.
Natürlich hab ich den Fragestellern dann erklärt,
dass ich Kicad benutze und was Kicad alles an schönen Features hat.
Darauf folgte meistens eine zweistufige Reaktion.
Nach kurzem Googeln: "Och, das sieht aber nett aus, ich probier das auch mal."
Und dann ein paar Tage später: "Du ich komm damit überhaupt nicht klar, ich nehme doch lieber Eagle."
Leider ist das wenn man sich die Benutzeroberfläche ansieht auch durchaus verständlich.

Alternativ wurde ich auch des öfteren gefragt ob ich doch nicht einfach mal meinen Workflow vorführen könnte.
Mein "Workflow" (der geneigte Leser stellt sich mit den Fingern in die Luft gemalte Anführungszeichen vor)
basiert allerdings auf gut 5 Jahre wildem Ausprobieren und vielen Stunden gesammelter Erfahrung.
Damit ist einfach mal vorführen dann doch etwas zeitaufwendiger.
So entstand der Plan einfach mal über mehrere Abende verteilt eine Platine auf dem Beamer zu layouten.
Leute können sich da zu setzen, parallel dazu alles auf der eigenen Datenverarbeitungsanlage nachbauen
oder mir einfach nur zusehen.
Ein kleines Breakoutboard sollte sich eigentlich drei Workshop-Abenden von ungefähr zwei Stunden Länge bauen lassen.

Nun ist der gemeine Hacker mindestens so faul wie neugierig und mir ist klar,
dass in spätestens einem Jahr neue Interessenten auftauchen würden und ich den ganzen Spaß wiederholen muss.
Um mir diese Arbeit zu sparen gibt es von einzelnen Workshop-Abenden Screencasts von meinem Bildschirm
mit meinen Erklärungen als Audio-Spur.

Workshop Teil 1




Youtube Version

Inhalt:
  • Einführung
  • Neues Projekt anlegen
  • Schaltplansymbole erstellen
  • Schaltpläne zeichnen
  • Labels


Anmerkungen fürs nächste Video:
  • Audio clippt etwas.
    Pulseaudio hat aus $Gründen den Line-In-Fader herunter gedreht
    und ich habe Mischpult als Ausgleich das Mikrofon hoch gedreht ohne nochmal Probe zu hören.
  • Die Notizen über den CH340 gingen kurz vor dem Vortrag beim kopieren vom Laptop verloren.
    Backups haben, eventuell Notizen vorher schon ins git werfen.
  • Gleichzeitig sinnvolle Dinge in Kicad tun,
    aufs Publikum und auf die Technik aufpassen braucht mehr Multitasking als gedacht.
    Die Erklärungen bleiben da gefühlt etwas auf der Strecke.
    Nächstes muss ich mir etwas mehr Zeit lassen und besser aufpassen was ich eigentlich sage.
  • Ein Tool wie screenkey benutzen,
    damit ich nicht immer jede Taste einzeln ansagen muss.
  • Schöne Intrografik am Anfang und mein Logo am Ende vom Video einbauen.

Workshop Teil 2




Youtube Version

Inhalt:
  • Schaltplan aufräumen
  • Annotations (R? -> R1)
  • Footprints einbinden
  • Footprints im Internetz finden
  • Design rules
  • Erste Leiterbahnen


Anmerkungen fürs nächste Video:
  • Audio-Totalausfall.
    Audio musste nachträglich noch einmal eingesprochen werden.
    Qualität ist deshalb ziemlich gut, Text ist eher improviesiert.

Workshop Teil 3

Tobevenemoredone.

Video/Audio-Workflow

Da irgendwann auch andere Leute ihre Vorträge aufzeichnen wollen,
dokumentiere ich hier mal kurz mein Setup und meinen Workflow.

  • Vorführcomputer mit auf dem Beamer geklontem Bildschirm
  • Auflösung idealerweise 1920x1080 aka 1080p
  • Audio-Aufnahme über ein ordentliches Mikro
  • Wichtig: Pulseaudio korrekt einstellen
    • Line-In-Boost abschalten:
      In /usr/share/pulseaudio/alsa-mixer/paths/analog-input-linein.conf
      Unter [Element Line Boost] den Wert von volume auf zero ändern.
    • In pavucontrol im Input Devices-Tab den Regler auf Base stellen.
      Das entspricht 0dB Gain für den Line-In in Alsamixer.
  • Aufzeichnung/Streaming zu Youtube mit OBS Studio
  • Format: mp4 mit H264 im Animation-Modus und AC3 für Audio
  • Trennen von Bild- und Tonspur mit ffmpeg:
    
    ffmpeg -i orginal.mp4 -vn -acodec copy audio.m4a
    ffmpeg -i orginal.mp4 -an -vcodec copy video.mp4
    		
  • Audio aufbereiten Audacity:
    • Noise Gate um Hintergrund in den Sprechpause zu unterdrücken
    • SC4 Compressor mit:
      ratio = 1:5,
      attack = 5ms,
      release = 120ms,
      knee = 3.5dB,
      RMS/peak = 0,
      makeup gain = 0dB.

      Treshold sollte irgendwo mittig zwischen Durschnitts- und Peakpegel gesetzt werden.
    • Amplification um auf eine angenehme Durchschnittslautstärke zu kommen.
    • Peak Limiter auf -3dB, da 0dB bei machen Kompressionen Verzerrungen erzeugt.
    • Zum Vergleichen: Test-Audio
  • Bild- und Tonspur wieder zusammenbauen:
    
    ffmpeg -i video.mp4 -i audio.m4a -map 0:v -map 1:a -codec copy video1.mp4
    		
  • Schneiden mit Shotcut
  • Exportieren mit dem selben Format wie oben.


First published : 5.3.2016 0:47:45 Last edit : 5.3.2016 0:47:45 Viewed by 1679 visitors.

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